• NaturästhETHIK

Mein Wildgarten

Aktualisiert: 25. Mai 2020

Mein Garten ist, um es mit Astrid Lindgrens Worten zu sagen: Frech und wild und wunderbar. Es wächst vieles wild und ich tüftle oft stundenlang, um eine Pflanze zu bestimmen, nicht immer mit Erfolg. Aber wenn ich sehe, wie allerlei Insekten und Vögel sich um die Blüten und Blätter tummeln, spielt das auch gar keine große Rolle. Ich freue mich dann einfach, dass das Pflänzchen in meinem Garten wächst. Diese Impressionen sind ein Plädoyer für die wilde Seite des Gartens.




Unkraut, Beikraut, Wildkraut. Das, was viele als Unkraut bezeichnen sind eigentlich laut Wikipedia:

Pflanzen der spontanen Begleitvegetation in Kulturpflanzenbeständen, Grünland oder Gartenanlagen, die dort nicht gezielt angebaut werden und aus dem Samenpotential des Bodens, über Wurzelausläufer oder über Zuflug der Samen zur Entwicklung kommen.

Na wunderbar, das heißt: es wachsen meist ökologisch wertvolle Pflanzen von alleine, ohne mein Zutun und darüber hinaus genau solche, die an meinen Boden angepasst sind. Heißt: sie sind robust und nicht so leicht anfällig für Wetter oder Krankheiten.


Und ob schön oder nicht, liegt mit Sicherheit im Auge des Betrachters.



Ein Wildgarten bedeutet auch: Lebensraum für Tiere, zu jederJahreszeit! Denn es dürfen viele Wildblumen wachsen, es gibt eine Vogeltränke, das Laub im Herbst bleibt als Winterquartier für Insekten und andere Kleintiere liegen, es gibt Steinhaufen, Holzstapel usw.

Inspirierend ist für Interessierte mit Sicherheit auch dieses Buch:

Adrian Thomas: Gärtnern für Tiere. Das Praxisbuch für das ganze Jahr.



Wer der wilden Seite mehr Raum lässt, wird mit dem Besuch zahlreicher Lebewesen belohnt. Und diese sind dankbar für diese Inseln aus artenreichen Wildwuchs...



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